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RISIKO - Zuckerkrankheit » Die Zuckerkrankheit ... (Diabetes mellitus) kann eine Nierenerkrankung verursachen und ist heute bereits die häufigste Ursache des chronischen Nierenversagens. Eine regelmäßige Kontrolle von möglichen Nierenschäden Diabetikern ist deshalb unerlässlich. » Was ist eine diabetische Nephropathie? Durch wiederholt oder gar dauerhaft hohen Blutzucker werden im Laufe der Zeit die kleinen Blutgefäße im Körper geschädigt. In der Niere sind vor allem die Filtereinheiten, die aus kleinen Gefäßen aufgebaut sind wie die Glomerula, betroffen. Das erste Anzeichen dieser sogenannten diabetischen Nephropathie ist, dass aus dem Blut ein bestimmtes Eiweiß, nämlich Albumin in den Urin gelangt. » Welche Patienten sind gefährdet? Die diabetische Nephropathie tritt meistens erst zehn bis fünfzehn Jahre nach dem Beginn der Zuckerkrankheit auf. Bei Patienten, die älter als 50 Jahre sind, kann der Nierenschaden aber leider auch das erste Symptom des Diabetes sein. Vor allem bei Patienten mit einer Kombination von Diabetes mellitus und Bluthochdruck sind die Risiken für eine Nierenschädigung hoch. Durch die Teilnahme an Check-up-Untersuchungen kann jedoch frühzeitig die Diagnose gestellt werden. Durch die immer eindeutigeren Hinweise auf eine besondere Verknüpfung von Blutzuckereinstellung und diabetischen Nephropathie erscheint es unumgänglich erstere mit besonderer Sorgfalt abzuwägen. Ein gut eingestellter Bluzucker verringert das Risiko zusätzlich an einer diabetischen Nephropathie zu erkranken. Dasselbe gilt für eine optimale Blutdruckeinstellung mit Werten von 120-130/ 70 mm Hg. Eine frühzeitige Behandlung der Zuckerkrankheit und des Hochdruckes kann den weiteren Verlauf der diabetischen Nephropathie also günstig beeinflussen. » Was können Sie tun? Lassen Sie sich regelmäßig von Ihrem Hausarzt auf mögliche Zeichen einer Zuckerkrankheit, unter Umständen mit Nierenbeteiligung, untersuchen. In den Apotheken können Sie vorsorglich für wenig Geld spezielle Teststreifen erhalten, die im Urin Eiweiß - und zwar das ganz spezielle Eiweiß Albumin - nachweisen. Mit diesem Test können Sie selbst zu Hause kontrollieren, ob die Zuckerkrankheit bereits einen Einfluß auf Ihre Nieren hat. Wenn sich mehr Albumineiweiß als normal im Urin befindet, sollten Sie unbedingt das Gespräch mit einem Arzt suchen. » Dialyse und Transplantation bei Diabetikern Sowohl die Dialyse als auch die Transplantation ist bei Diabetikern möglich. Die Gefahr der Komplikationen ist jedoch größer als bei Nicht-Diabetikern. Eine sehr sorgfältige medizinische Kontrolle ist daher notwendig. Zuckerkranke mit chronischem Nierenversagen können mit Hämodialyse, Bauchfelldialyse, Nierentransplantation oder einer kombinierten Nierenpancreastransplantation behandelt werden. Über die Entscheidung, welche individuelle Therapie bei Ihnen am erfolgversprechendsten erscheint, kann Sie ein Nephrologe am besten beraten.
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