RISIKO - Bluthochdruck und Nierenerkrankungen

» Was ist Blutdruck

Der Blutdruck ist der Druck, der in den Schlagadern (Arterien) auf die Gefäßwände ausgeübt wird. Dieser Druck lässt das Blut vom Herzen zu den Organen wie Gehirn, Nieren und Darm fließen. Wenn das Herz sich zusammenzieht und das Blut vorwärts treibt, wird der obere Blutdruckwert, der systolische Blutdruckwert, erreicht. Entspannt sich das Herz, entsteht der untere (diastolische) Blutdruckwert wie z. B. 120/ 80 mm Hg.

» Wann spricht man von einem hohen Bluthochdruck?

Hier haben sich in den letzten Jahren durch die neuesten Forschungsergebnisse die sogenannten Grenzwerte verändert. Heute beurteilt der behandelnde Arzt jeden einzelnen Patienten individuell nach seinen persönlichen Risiken. Ist z.B. ein Blutdruckwert von 135/ 85 mm Hg bei einem 18-Jährigen Patienten ohne Begleiterkrankungen noch als hoch normal zubezeichnen, ist derselbe Blutdruck bei einem herzkranken Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) schon als auf Dauer bedrohlicher Bluthochdruck anzusehen. Bei diesen Patienten ist das Risiko, z.B. einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt zu erleiden, deutlich erhöht. Zur Hochdruckrisikogruppe gehören neben Diabetikern und Patienten mit einer Nierenerkrankung auch ältere Personen sowie Verwandte mit Bluthochdruck oder Herz- und Nierenerkrankungen.

» Wie entsteht Bluthochdruck?

Viele Krankheiten, unter anderem auch Nierenerkrankungen, können einen Bluthochdruck verursachen. Bei den meisten Patienten ist ursächlich jedoch keine organische Erkrankung, als sogenannte primäre bzw. essentielle Hypertonie festzustellen.

» Warum muss Bluthochdruck rechtzeitig behandelt werden?

Nicht erkannter und nicht hinreichend behandelter Bluthochdruck führt zu Schlaganfällen und Herzinfarkten und ist neben den Krebserkrankungen die häufigste Todesursache. Auch bei der Entstehung von Nierenerkrankungen sowie deren Fortschreiten bis zum dialysepflichtigen Nierenversagen nimmt der Bluthochdruck eine zentrale Rolle ein. Bei Bluthochdruck und eingeschränkter Nierenfunktion sollten Sie sich regelmäßig von ihrem Hausarzt bzw. einem Facharzt für Innere Medizin und Nierenerkrankungen untersuchen lassen.