Verwaltung

Medizinisches VersorgungsZentrum

Schwerin West GmbH

Kieler Str. 31a, 19057 Schwerin

Ein Unternehmen der B|BRAUN-Gruppe


Geschäftsführung
Arne Werthmann

Andreas M. Morawietz

Bankverbindungen:

MVZ Schwerin West GmbH

MVZ Schwerin Ost GmbH

MVZ Hagenoew GmbH

MVZ Ludwigslust GmbH

MVZ Parchim GmbH

Pflegedienst


DE42 3006 0601 0008 3333 51

DE89 3006 0601 0008 3333 78

DE86 3006 0601 0008 3333 35

DE72 3006 0601 0008 9998 80

DE64 3006 0601 0008 3333 43 DE85 3006 0601 0108 2228 86

www.mvz-mv.de

Geldinstitut

Deutsche Ärzte und Apothekerbank

Diese Seite wird SSL-verschlüsselt zu Ihnen übertragen - achten Sie auf das „https“ in Ihrer URL-Zeile.

B|BRAUN | ViaMedis | Hausärzte | Diabetologie | Nephrologie / Dialyse | Urlaubsdialyse | Kardiologie | Pflegedienst | Homöopathie | Karriere | Impressum

B|BRAUN | ViaMedis | Urlaubsdialyse | Karriere | Kontakt | Impressum

Das Hämodialysegerät, zur Durchführung der Nierenersatztherapie


Das Dialysegerät ist dafür verantwortlich, beide Komponenten - Blut und Dialysierflüssigkeit - an einer halbdurchlässigen (semipermeablen) Membran (Dialysator) - vorbeizuführen sicher und effizient für den Patienten! Die von der Maschine aufbereitete Dialysierflüssigkeit wird zur Entgiftung des Blutes genutzt. Parallel dazu wird eine Druckdifferenz zwischen Blut und der sogenannten Wasserseite vom Hämodialysegerät aufgebaut, um dem Patienten die überschüssige Flüssigkeit zu entziehen. Im Einzelnen:



Die vielfältigen, sensiblen Regelkreise auf der Wasser- bzw. der Blutseite eines Dialysegerätes werden präzise durch zwei voneinander getrennte Systeme überwacht. Bei den heutigen, modernen Dialysegeräten kann durch verschiedene Profile wie Heparin, Natrium, Bicarbonat, Temperatur und Ultrafiltration die Dialysetherapie individuell auf den Patienten eingestellt werden.

Der Dialysator, die künstliche Niere


In Bezug auf Harnstoffentzug und Elektrolytausgleich übernimmt der Dialysator bei den Dialysepatienten die Funktionen der erkrankten Niere.


Bautechnisch gibt es zwei verschiedene Dialysatorenarten: den Plattendialysator und den Kapillardialysator. Der Plattendialysator wird kaum noch verwendet, da er physikalisch nicht leicht für die Dialysemaschinen zu regeln ist. Der Kapillardialysator besteht aus einem runden Kunststoffgehäuse mit zwei Dialysierflüssigkeitsanschlüssen, oben und unten.


Im Kunststoffgehäuse befinden sich bis zu 14.000 Hohlfasern, vergleichbar mit gebündelten Strohhalmen. Allerdings haben diese Hohlfasern außen kleine Löcher/Poren (die Größe dieser Löcher/Poren ist typabhängig). Die maximale Größe der Poren ist so bemessen, dass Blutzellen und andere größere Moleküle von der Blutseite nicht auf die Dialysierflüssigkeitsseite wechseln können; im Gegensatz zu Wasser und anderen kleineren Substanzen. Man spricht von einer semipermeablen Membran. Die beiden Enden der Hohlfasern sind gegenüber dem Kunststoffgehäuse zur Dialysierflüssigkeitsbereich abgedichtet. An beiden Enden der Hohlfasern sind Anschlüsse für das Blutschlauchsystem. Der arterielle Anschluss ist der Bluteingang (rot) - ungereinigt. Venöser Anschluss ist der Blutausgang (blau) - gereinigt. Entgegengesetzt der Blutflussrichtung wird die Dialysierflüssigkeitsflussrichtung gewählt. Man spricht vom Gegenstromprinzip. Durch die semipermeable Membran und durch das Druckgefälle von Blut zur Dialysierflüssigkeit ist gewährleistet, dass die harnpflichtigen Substanzen in die Dialysierflüssigkeit wandern. Umgekehrt wandern die Substanzen wie z. B. Natrium und Bicarbonat durch Diffusion, Konzentrationsausgleich, von der Dialysatseite auf die Blutseite.


Die Qualität der Dialyse ist abhängig von dem Faktor: wie viel Zeit haben die beiden Substanzen (Blut und Dialysierflüssigkeit) sich gegenseitig auszutauschen? Dieses kann man auch durch den Dialysator beeinflussen, in dem man Dialysatoren mit größtmöglicher Oberfläche auswählt. Moderne Dialysatoren verfügen über eine Oberfläche (Diffusionsfläche) von 1-2 Quadratmetern.

Sicherheit am Dialysegerät


Dialysegeräte gehören nach dem Medizinproduktegesetz (MPG) zur Anlage 1 und unterstehen damit den höchsten sicherheitstechnischen Anforderungen für medizinische Geräte.


Im Dialysegerät befinden sich zwei unabhängige mit eigener Sensorik ausgestattete Systeme. Das Controllersystem ist für die Steuerung und Regelung der Dialysemaschine im Betrieb zuständig. Es verfügt über eigene, von der Software, vorgegebenen Parametertoleranzen. Werden diese über- oder unterschritten wird die jeweilige Sicherheitsschaltung aktiviert z. B. Bypassschaltung oder Blutpumpenstop. Wenn ein Parameter also die Temperatur, Leitfähigkeit, Drücke, Blutleck oder Luftdetektor ist außerhalb des Arbeitswertes. Die jeweiligen Regelkreise versuchen den Arbeitswert wieder herzustellen. Die Dialysierflüssigkeit wird aber solange der Fehlerfall ansteht, am Dialysator vorbeigeführt. Ein akustischer und optischer Alarm informiert den Anwender.


Das zweite System, der sogenannte Supervisor, ist dem Controller übergeordnet. Das bedeutet wenn der Controller einen Fehler nicht erkennen kann, greift der Supervisor ein und bringt das Gerät für den Patienten in einen sicheren Zustand.


Als drittes System ist der Top level für die Kommunikation Maschine/Mensch und Kommunikation zwischen den Systemen im Dialysegerät integriert. Wenn eine Kommunikationsstörung auftreten sollte, wird ein "System error“ Alarm ausgelöst. Meistens ist dann ein Gerätetausch notwendig.


Die Geräte verfügen über ein internes Selbsttestprogramm. Nach Einschalten des Gerätes und Auswahl auf Dialyse wird das Selbsttestprogramm aktiv und testet realistisch, ob das Gerät in der Lage ist, eventuell in der Dialyse auftretende Fehler zu erkennen. Erst wenn alle Tests positiv abgearbeitet sind, ist die Maschine dialysebereit.


Jedes Dialysegerät ist an seinem Dialyseplatz einzeln durch eine Kurzschluss-sicherung und durch einen Fehlerstromschutzschalter gesichert. Bei Auslösen einer dieser Sicherheitseinrichtungen können also alle anderen Geräte korrekt weiterarbeiten.


Über die technischen Sicherheitsfaktoren hinaus gibt es die gesetzlichen Vorsorgemaßnahmen wie MTK (Messtechnische Kontrolle) und STK (Sicherheitstechnische Kontrolle). Art, Umfang und STK-Fristen richten sich dabei nach den Herstellerangaben. Bei unseren Dialysemaschinen ist eine Hersteller-Frist von 12 Monaten vorgeschrieben. Über die STK hinaus, wird von uns dabei eine Wartung am Dialysegerät durchgeführt. Bei dieser kombinierten Maßnahme werden 93 Prüfpunkte abgearbeitet.


Die jeweiligen Anwender dürfen die Dialysemaschinen nicht ohne dokumentierte Einweisung vom Hersteller bzw. vom Ersteingewiesenen bedienen. Darüberhinaus werden beim Dialyseverbund Westmecklenburg (DVWM) einmal jährlich zusätzliche Nachschulungen vom Hersteller der Dialysemaschinen durchgeführt.


Seit Mitte 2007 haben wir in unseren jeweiligen Dialyseeinrichtungen einen Beauftragten für das Gerätemanagement ernannt. Dadurch wird die Kommunikation zwischen Anwender und der technischen Abteilung schneller und effektiver. Durch die medizinische Leitung und des Qualitätsmanagementsystem wird der Schulungsbedarf und Umfang ermittelt.


Unsere Osmoseanlagen werden direkt vom Hersteller bei Ausfall, Wartung und sicherheitstechnischer Kontrolle betreut. Verschiedene medizinische Geräte werden durch eine externe Firma alle 12 Monate sicherheitstechnisch überprüft und eventuell notwendige Reparaturen eingeleitet.

Dialysetechnik

Die Osmose, das Herzstück für die Hämodialyse (HD) !


Unser so genanntes Trinkwasser, das wir in jedem Haushalt aus den Wasserhähnen entnehmen, hat in der Bundesrepublik Deutschland eine sehr hohe Qualität. Für die Hämodialyse ist es aber in dieser Form nicht zu verwenden. Das Wasser, das über das normale Trinkwasserversorgungsnetz zu uns in die Dialvse transportiert wird, muss über eine so genannte Osmose zu Permeat umgewandelt werden. Das Eingangswasser - sprich Trinkwasser - bezeichnen wir in der Dialysetechnik als Hartwasser. Die Osmoseanlagen bestehen aus mehreren Stufen. Als erstes werden durch Partikelfilter Substanzen, die sich im Hartwasser befinden, mechanisch herausgefiltert. Als nächstes wird das Hartwasser über einen lonenaustauscher enthärtet. Dieser so genannte Enthärter produziert Weichwasser indem durch Hinzufügen von Salz, Magnesium und Kalzium gegen Natrium ausgetauscht wird. Die Härte dieses Weichwassers liegt unter 1 *dH. Dieses Weichwasser wird jetzt durch leistungsstarke Wasserpumpen, die hohe Pumpdrücke erzeugen, durch eine semipermeable (halbdurchlässige) Membran gepresst. Dadurch werden fast 100% der gelösten Substanzen abgefiltert. Über einen nachgeschalteten Pyrogenfilter gelangt das jetzt erhaltene Permeat in die Permeatringleitung. Diese versorgt die angeschlossenen Dialysegeräte mit Permeat. Die Messwerte der Osmoseanlage werden täglich protokolliert um Leistungseinbrüche der Anlage rechtzeitig zu erkennen und servicetechnische Maßnahmen schnell einzuleiten. Regelmäßige Wartungen und die vorgeschriebenen sicherheitstechnischen Kontrollen je nach Art und Umfang sowie die Fristen müssen sich an die Herstellerangaben halten.Ein Totalausfall der Osmoseanlage führt dazu, dass die Dialysebehandlung nicht korrekt durchgeführt werden kann.